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„The Orville“ bekommt eine 2. Staffel

Während bei uns die Comedy/SF-Serie noch gar nicht angelaufen ist, darf sie sich in Amerika auf ein weiteres Jahr freuen. Seth MacFarlane, der Macher von „Ted“ und „Family Guy“, der zugleich auch die Hauptrolle als Captain in dieser Serie hat, darf ein weiteres Jahr das All erforschen. Fox hat eine zweite Staffel bestellt. „The Orville“ hat mehr „Star Trek“-Elemente, als die derzeit düstere ST-Serie „Discovery“ und wird daher besonders von alten Star Trek-Fans gefeiert. Der Humor ist manchmal vielleicht nicht wirklich komisch, aber die Geschichten sind das, was man von den 80er und 90er Jahren gekannt hat. Einfach, humorvoll und spannend geht es zu. In Deutschland hat sich ProSieben die Rechte an der Ausstrahlung gesichert. Wann es los geht, steht aber noch nicht fest.

Perry Rhodan: Silberedition 22 „Schrecken der Hohlwelt“ (Hörbuch)


Gelesen von: Josef Tratnik
Produktion und Regie: Hans Greis
Dauer: ca. 900 Min.
Format: 12 CDs (auch als 2-mp3-CD-Version erhältlich)
Erhältlich bei: Amazon.de u. a. Händlern

Inhalt:
Die künstlich geschaffene Hohlwelt im Leerraum zwischen der Milchstraße und der Andromeda-Galaxis ist die vollkommenste Falle, der Menschen jemals begegnet sind. Nie zuvor hat sich Perry Rhodan in einer auswegloseren Lage befunden, als im Inneren von Horror, wie er und seine Gefährten den Planeten genannt haben. Doch welche Schrecken Horror tatsächlich bereithält, erfahren die Gestrandeten erst, als sie mit der CREST II den Durchbruch an die Oberfläche schaffen. Die Hoffnung auf Rettung und Heimkehr schrumpft auf ein Minimum und erstmals bekommen die Terraner mehr von den geheimnisvollen Beherrschern Andromedas zu sehen, die nun gnadenlos zuschlagen…

Dieses Hörbuch enthält die Handlung folgender Hefte:
Nr. 208 „Die blauen Herrscher“ von Kurt Brand
Nr. 209 „Im Bann der Scheintöter“ von Clark Darlton
Nr. 210 „Auf den Spuren der CREST“ von H. G. Ewers
Nr. 211 „Geheimwaffe Horror“ von K. H. Sheer
Nr. 212 „Die Mikro-Festung“ von William Voltz
Nr. 213 „Giganten am Südpol“ von H. G. Ewers
Nr. 214 „Der Kampf der Pyramiden“ von Kurt Mahr

Hörbuch © 2009, Eins A Medien GmbH – Köln
Perry Rhodan © Pabel Moewig Verlag – Rastatt

Kommentar:
Die 22. Silberedition setzt dort an, wo der vorherige Band aufhörte. Perry Rhodan und seine Mannschaft muß sich auf einem geheimnisvollen Planeten behaupten. Die Schwierigkeiten nehmen zu. Als sie feststellen, dass sie nicht mehr ihre normale Körpergröße haben, ist selbst Rhodan einer Verzweiflung nahe…

Der Titel „Schrecken der Hohlwelt“ ist glänzend gewählt. Die Titelhelden sind vor einer schier unmöglichen Situation und genau dieser Umstand macht das vorliegende Hörbuch – das erneut ungekürzt ist – zu einer sehr spannenden Angelegenheit. Das Tempo ist sehr hoch und auch der Actionanteil kann sich hören lassen. Für ruhige Momente bleibt diesmal nur wenig Platz. Denn die Bedrohung des unheimlichen Planeten ist allgegenwärtig. Diverse Fallen sorgen für weitere Probleme und so darf über die ganze Spielzeit gebannt gelauscht werden. Hier und dort könnten lediglich die technischen Details verwirren, die sehr oft eingestreut werden.

Josef Tratnik ist wieder mitten in seinem Element. Die wiederkehrenden Figuren haben ihre gewohnte Stimmenfärbung, sodass das Auseinanderhalten der vielen verschiedenen Wesen und Menschen kein Problem ist. Auf der ganzen Spielzeit gibt es keinen Hänger. Hier und dort kommen manchmal Betonungen von Namen, wie man es evtl. nicht erwartet. Das Icho Tolot ungewöhnlich behebig gesprochen wird ist auch gewöhnungsbedürftig, aber die liebenswerte Art unterstreicht gekonnt die Figur, weshalb dies nicht als Fehler gesehen werden kann.

Die Ausstattung ist mit den vorherigen identisch. Die CDs stecken in Pappschubern, die wiederum in einer großen stabilen Pappbox präsentiert werden. Das umfangreiche Booklet enthält das original Vorwort aus dem gleichnamigen Hardcover. Schwarz-Weiß-Fotos zu den Heften, die die Vorlage des Hörbuchs boten, sind auch vorhanden. Eine Risszeichnung eines Raumschiffs rundet den positiven Eindruck ab.

Fazit: Eine Mammutlesung, die durch die dichte Handlung und der hervorragenden Vortragsart für spannende Stunden sorgt. Genau das Richtige für verschneite Winterabende.

Perry Rhodan: Silberedition 21 „Straße nach Andromda“ (Hörbuch)


Gelesen von: Josef Tratnik
Produktion und Regie: Hans Greis
Dauer: ca. 944 Min.
Format: 13 CDs (auch als 2-mp3-CD-Version erhältlich)
Erhältlich bei: Amazon.de u. a. Händlern

Inhalt:
Als der Fremde aus den Tiefen des Alls auf einem Planeten des Solaren Imperiums landet, ahnen Perry Rhodan und seine Vertrauten noch nicht, dass mit dem Erscheinen von Icho Tolot, dem Haluter, das bisher größte Abenteuer der Menschheit beginnt – der Sprung in die Nachbargalaxis Andromeda. Icho Tolots Hinweise führen zur Entdeckung von sechs flammenden Sonnen im Zentrum der Galaxis, die das solare Flaggschiff CREST II in den Leerraum zwischen die Galaxien schleudern. Dort müssen sich Perry Rhodan und seine Gefährten gegen die Fallen im Nichts wehren – ihre Feinde sind die Werkzeuge der geheimnisvollen Beherrscher Andromedas, die sich die „Meister der Insel“ nennen…

Dieses Hörbuch enthält die Handlung folgender Hefte:
Nr. 200 „Die Straße nach Andromeda“ von K. H. Sheer
Nr. 201 „Sternstation im Nichts“ von Kurt Brand
Nr. 202 „Die Retter der CREST“ von Clark Darlton
Nr. 203 „Die Stadt der Verfemten“ von William Voltz
Nr. 205 „Die Wächter von Andromeda“ von H. G. Ewers
Nr. 206 „Die Schrecken der Hohlwelt“ von Kurt Mahr
Nr. 207 „Die 73. Eiszeit“ von William Voltz

Hörbuch © 2009, Eins A Medien GmbH – Köln
Perry Rhodan © Pabel Moewig Verlag – Rastatt

Kommentar:
Einer der beliebtesten Zyklen der Perry Rhodan-Reihe startet mit dem vorliegenden Band. Doch bis „Die Meister der Insel“ in Erscheinung treten dauert es naturgemäß natürlich etwas. Im ersten Band geht es um die Vorstellung einer neuen wiederkehrenden Figur: Icho Tolot, der Haluter. Gelungen wird dieses gigantische, geheimnisvolle, Wesen, vorgestellt. Die Handlung bietet genug Spielraum für alle bekannten Figuren, aber in der ersten Hälfte des Hörbuchs ist das Augenmerk besonders auf Icho gelegt. Langweilig ist der Einstand nicht, denn dieser wurde in einer packenden Handlung gestrickt. Ein ausgewogenes Tempo sorgt für ein angenehmes Hörerlebnis. Es gibt spannende, aber auch ruhige Szenen. Die Überlänge dieser XXL-Lesung fällt – wie schon bei vielen vorherigen Ausgaben – nicht ins Gewicht. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Verlangen die Geschichte später weiterzuhören, was aufgrund der Länge aber vermutlich bei vielen Hörern unvermeidlich ist. Wer hat schon 12 Stunden am Stück Zeit?

Josef Tratnik ist erneut im Einsatz. Ihm ist es zu verdanken das alle Kapitel die gleiche Wirkung haben. Durch die stets richtige Stimmlage und der Gabe jede Figur eine eigene Note zu geben, ist jede CD ein großes Vergnügen. Zu langweiligen Momenten kann es nicht kommen, denn auch die ruhigen Passagen haben ihre Momente, die dank der guten Betonung auch zur Geltung kommen. Ein wenig nervend sind die „lauten“ Momente. Aufbrausende Figuren werden oft durch laute Dialoge, die fast schon an Schreien erinnern, vorgetragen. Hier wäre weniger, mehr.

Musik und Effekte werden sehr dezent eingesetzt. Das Sounddesign war schon mal überzeugender. Die Atmosphäre wird viel zu selten durch Musik oder dezente Geräusche, unterstützt. Wenn, dann nur sehr leise, sodass sie nicht unbedingt zur Steigerung der Atmosphäre beitragen. Alle CDs haben eine gute Kapiteleinteilung.

Das umfangreiche Booklet hat den üblichen Umfang. Es gibt s/w-Fotos der Hefte, auf die der Silberband basiert und eine Risszeichnung des Kugelraumers „Crest II“. Die obligatorischen Copyrightangaben fehlen natürlich nicht.

Fazit: Der Start des neuen Zyklus widmet sich in erster Linie „Icho Tolot“, das macht aber nichts, denn diese sympathische und zeitgleich auch zwielichtige Figur, hat es verdient, in epischer Länge, vorgestellt zu werden. Die Handlung ist spannend und überzeugt auch in ruhigen Momenten.

Perry Rhodan: Silberedition 20 „Kampf gegen die Blues“ (Hörbuch)


Gelesen von: Josef Tratnik
Produktion und Regie: Hans Greis
Dauer: ca. 887 Min.
Format: 12 CDs (auch als 2-mp3-CD-Version erhältlich)
Erhältlich bei: Amazon.de u. a. Händlern

Inhalt:
Perry Rhodan und die Terraner haben das Problem der Hornschrecken und Schreckwürmer noch nicht überwunden, da stoßen sie in der galaktischen Eastside auf die Blues und ihr gewalitges Sternenreich das zweite Imperium! Die Blues beherrschen die Kunst der Molkexverarbeitung und sind unüberwindbare Gegner, solange die Terraner nicht ein Mittel zur Vernichtung der molkexgespanzerten Blues-Raumschiffe finden. Die Lösung dieses Rätsels entscheidet über Sieg oder Niederlage! Die USO mit dem Siganesen Lemy Danger an der Spitze startet einen verzweifelten Spezialauftrag gegen die Eroberungspläne der Blues…

Dieses Hörbuch enthält die Handlung folgender Hefte:
Nr. 168 „Die Eisfalle“ von William Voltz
Nr. 169 „Die kleinen Männer von Siga“ von K. H. Sheer
Nr. 173 „Unternehmen Nautilus“ von K. H. Sheer
Nr. 174 „Die Panzerbrecher“ von William Voltz
Nr. 175 „Wettlauf gegen die Zeit“ von Kurt Brand
Nr. 176 „In letzter Minute“ von Kurt Brand
Nr. 177 „Der Untergang des 2. Imperiums“ von Clark Darlton

Hörbuch © 2009, Eins A Medien GmbH – Köln
Perry Rhodan © Pabel Moewig Verlag – Rastatt

Kommentar:
Die drei in der Inhaltsangabe beschriebenen Handlungsstränge laufen unbemerkt zusammen und sorgen wiedereinmal für ununterbrochene SF-Unterhaltung, die keine Zeit für Langweile lässt. Die Geschichte sorgt für temporeiche, aber auch für ruhige Momente. Der Humor kommt natürlich auch nicht zu kurz, dafür sorgt schon allein Lemy Danger, der Siganese, der aus seiner höchst eigenen Sichtweise für humorvolle Kapitel sorgt, wie es schon in dem vorherigen Hörbuch der Fall war. Für ernste Stunden sorgt natürlich die Suche nach einem Mittel gegen die Molkexpanzerung und der plötzlichen Gefangenschaft einer Raumschiffbesatzung…

Der 20. Band überzeugt durch die drei Handlungsstränge, aber natürlich auch durch die grandiose Vortragsart von Josef Tratnik, der einmal mehr die Mamutlesung auf allen 12 CDs zur Seite steht. Die Betonungen sitzen und auch das Hineinsteigern in die Figuren fällt ihm nach wie vor leicht. Ihm zu folgen ist aufgrund der richtigen Lesegeschwindigkeit ebenfalls möglich. So gibt es weder beim Vorleser, noch bei uns Hörern, Ermüdungserscheinungen. Ein fließendes Durchhören ist also auch diesmal ohne Probleme möglich, aber auch wer das Hörbuch Stück für Stück durchhört, hat seinen Spaß. Für Einsteiger ist die vorliegende Umsetzung allerdings nichts, denn das Mitfiebern ist nur möglich, wenn die vorherigen Bände, wo die Figuren wie Lemy Danger vorgestellt werden, bekannt sind.

Technisch kommen erneut Musikeinsätze bei neuen Kapitel zum Einsatz. Hin und wieder werden auch kleine Akzente gesetzt, um eine Szene zu unterstreichen, dies geschieht allerdings nur sporadisch. Die Tonqualität ist, genau wie die Kapiteleinteilung, hervorragend. Das umfangreiche Booklet bietet wieder s/w-Fotos der zugrunde liegenden Hefte. Das obligatorische Vorwort ist ebenfalls vorhanden. Eine Risszeichnung eines Blues-Raumschiffs runden den positiven Eindruck ab.

Fazit: Wieder ein Hörspaß, der nicht nur schnell durchgehört werden will, sondern auch nach Nachschub verlangt, der schon bald herauskommen wird!

Passengers (Filmkritik)




Darsteller: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne
Länge: 116 Min.
Genre: Science Fiction
Format: Blu-ray, DVD oder Stream

© 2016 by Columbia Pictures – A Sony Company

Kritik:
„Passangers“ entführt uns weit in die Zukunft der Menschheit. Die Raumfahrt über Lichtjahre ist zur Realität geworden. Ein Ingenieur wacht aus einem Tiefschlaf auf und muss feststellen, das er weit früher aufwacht, als ursprünglich geplant…

Der Film ist nichts für Krach-Bumm-Fans, denn bis auf das Finale gibt es keinerlei übertriebene Actioneinlagen. Die Handlung besticht durch eine gelungene Stille, die einige als langweilig empfinden werden, andere als eine willkommene Abwechslung. Es gibt im Grunde nur drei Schauspieler die eine größere Rolle haben. Ob die Geschichte zur puren Enttäuschung ausartet, hängt dicht an der Sympathie der Figuren. Wer keinen Draht zu ihnen bekommt, wird sich langweilen. Alle die sie ins Herz schließen, werden den Film gerade wegen seiner Ruhe zu schätzen wissen. Zugegeben die Romanze, die eingebaut wurde, hätte vielleicht nicht unbedingt sein müssen und steckt voller Klischees, doch der Aufhänger, was ein Mensch macht, wenn er sich verloren glaubt, ist interessant und durchaus solide umgesetzt. Ein paar Logikfehler gibt es natürlich auch, daher werden Erbsenzähler ihren Spaß haben: Warum gibt es eine komplette Besatzung, zum steuern des Schiffes, wenn sowieso alle bis ans Ziel durchschlafen sollen? Nur für die Landung?

Englisch/Deutsch: Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen und bringt die Gefühle der Charaktere gut herüber. Allerdings ist das Original in dramatischen Szenen deutlich überzeugender. Der Studiocharakter konnte in der Synchronisation leider nicht ganz verborgen werden. Chris Pratt und Jennifer Lawrence wirken in ihren Originaldarbietungen noch einen Hauch authentischer und echter. Besonders bei Gefühlsausbrüchen und flotten Sprüchen.

Fazit: Nicht jedermanns Geschmack. Für ruhige Gemüter ein besonderer Spaß, für Actionfreunde eher langweilig. Action gibt es nur im Finale.

Perry Rhodan: Silberedition 18 „Hornschrecken“


Gelesen von: Josef Tratnik
Produktion und Regie: Hans Greis
Dauer: ca. 840 Min.
Format: 12 CDs (auch als 2-mp3-CD-Version erhältlich)
Erhältlich bei: Amazon.de u. a. Händlern

Inhalt:
ES hinterlässt den Völkern der Milchstraße ein ihm würdiges Abschiedsgeschenk: 25 Zellaktivatoren! Ein unglaublicher Run auf die begehrten Geräte setzt ein. Für Perry Rhodan gehen die „Spezialisten der USO“ auf die Jagd nach den Aktivatoren. Es sind umweltangepasste Riesen- und Zwergenmenschen, die auf allen Planeten ihre Tätigkeit entfalten können. Einer dieser Spezialisten vernichtet unbeabsichtigt einen der Zellaktivatoren mit einem Strahlenschuss. Die frei werdende Energie des Aktivators bringt eine geheimnisvolle Maschinerie in Gang, die auf Hunderten von Planeten zum Ausschlüpfen monströser Kreaturen aus ihren Eiern führt.

Bevor Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, sind zahlreiche Welten von den sogenannten Hornschrecken überschwemmt …

Dieses Hörbuch enthält die Handlung folgender Hefte:
Nr. 150 „Die Spezialisten der USO“ von K. H. Sheer
Nr. 151 „Signale der Ewigkeit“ von Clark Darlton
Nr. 152 „Größer als die Sonne“ von Kurt Brand
Nr. 156 „Lemmy und der Krötenwolf“ von K. H. Scheer
Nr. 157 „Explorer in Not“ von Clark Darlton
Nr. 158 „Die Geißel der Galaxis“ von Clark Darlton
Nr. 160 „Der Spiegel des Grauens“ von Kurt Mahr

Hörbuch © 2008, Eins A Medien GmbH – Köln

Kommentar:
Mit dem 18. Band beginnt ein neuer Zyklus. Wer oder was das „Zweite Imperium“ ist, bleibt noch ein wenig unklar, denn die „Hornschrecken“, wie die Inhaltsangabe es richtig beschreibt, sorgen für eine Menge Ärger, doch, bis es soweit ist, lernen wir erst die Spezialisten der USO kennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Die Erzählart gleicht dem vorherigen Band. Verschiedene Hauptfiguren erzählen ihre eigene Geschichte. Die Handlung bietet alles, was einen guten Roman ausmacht. Erst geht es sehr humorvoll zu, was vor allem die Sichtweise eines Siganesen und natürlich Gucky zu verdanken ist, dann ein wenig ruppiger, weil die Sicht eines Ertrusers ein ganzes Stück erwachsener und auch ein wenig härter ist. Nach dem kennenlernen neuer Figuren und dem Startschuß zur Jagd nach den Zellaktivatoren geht es – etwas nach 50% der Spielzeit – richtig dramatisch zu. Humor, Spannung und ein hohes Tempo. Für jeden ist etwas dabei und somit dürften auch normale SF-Fans, und nicht nur Rhodan-Fans, auf ihre Kosten kommen.

Josef Tratnik ist und bleibt das Herz der Lesungen. Erneut gibt es keine Unebenheiten oder Durchhänger. Dies ist bei so mancher „Mamutlesung“ von der Konkurrenz anders. Jede Betonung sitzt. Durch die verschiedenen Färbungen der Stimme gelingt es jeder Figur eine Stimme zu geben, weshalb die Lesung fast schon wie ein Hörspiel wirkt. Beim Ertruser ist Herr Tratnik manchmal aber sehr laut, was aber in der Natur dieses Wesens liegt und somit durchgewunken werden kann.

Musik wird zum Kapitel- und CD-Wechsel und an verschiedenen Stellen zur Spannungssteigerung angewendet. Zahlreiche Kapitel sorgen für einen leichten Wiedereinstieg. Die Verpackung ist unverändert hochwertig. Eine stabile große Pappbox serviert die 12 CDs in kleinen Pappschubern.

Fazit: Von der ersten Minute sehr unterhaltsam. Eine große Palette sorgt für viel Abwechslung. Mal lustig, mal ernst, dann spannend. Eine Lesung, die – trotz langer Spiellänge – erst wieder im Regal verschwindet, wenn sie durchgehört wurde. Für jeden – nicht nur für SF-Fans – ein Ohr wert.