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Star Trek: Picard – Staffel 1, Episode 8 „Bruchstücke“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 8 „Bruchstücke“ (Broken Pieces)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Special Guest: Jeri Ryan als 7 of 9
Drehbuch: Michael Chabon
Regie: Maja Vrvilo
Dauer: 55:30 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 12. März 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 13. März 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Picard und die Crew erfahren wohin die Reise als nächstes geht und das eines der Besatzungsmitglieder als Spion fungierte. Währenddessen geschehen auf dem Borg-Kubus abscheuliche Taten…

Die Serie erleidet mit dieser Folge erneut eine Art Tiefpunkt. Es gelingt den Autoren nicht ein homogenes, spannendes Werk zu zaubern. Die Protagonisten hängen immer hinter dem Zuschauer hinterher. Während die Zuschauer Erkenntnisse wissen, rätseln die Akteure noch. Das ist alles andere als spannend, sondern recht langweilig. Es hilft auch nicht gleich zu Anfang wieder auf unnötige Splaterszenen zu wechseln, oder Jeri Ryan als Überraschungsgast. Das Picard erneut als Mann dargestellt wird, der grundsätzlich nicht weiß, wohin die Reise geht, ist auch keine gute Entscheidung. Was bleibt, ist ein verwirrter, vielleicht auch verärgerter Zuschauer…

Fazit: Kein Niveau, keine Spannung. Die Neugier, über das kommende Ende der Geschichte, wird allerdings erfolgreich geweckt.

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 5 „Keine Gnade“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 5 „Keine Gnade“ (Stardust City Rag)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Special-Guest: Jeri Ryan als 7 of 9
Drehbuch: Kristen Beyer
Regie: Jonathan Frakes
Dauer: 45:08 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 20. Februar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 21. Februar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Je nachdem, was der Zuschauer erwartet, kommt mit der 5. Episode die wohl bisher schlechteste Folge der Serie daher. Schlecht, aber nur, wenn der Zuschauer echte Star-Trek-Unterhaltung erwartet. Gleich zu Anfang gibt es eine recht detaillierte Folterszene und im späteren Verlauf kommt es auch noch zur Selbstjustiz mit einem erfolgreichen Racheakt. Ist das Star Trek? Mit Sicherheit nicht! Wer mit dieser Richtungsänderung kein Problem hat, wird sich vermutlich gut unterhalten fühlen. Die Geschichte selbst kommt nicht wirklich richtig in Gang. Der Inhalt reicht im Grunde für 20 Minuten, doch das Geschehen wird durch Rückblenden und hin und her Springen zu verschiedenen Szenen gute gefüllt. Ein kleines Schmankerl ist auf jeden Fall der Gastauftritt von Jeri Ryan als 7of9. Jedoch wird ihre Figur so finster und hasserfüllt eingesetzt, das es schwerfällt mit der „neuen“ Seven zurechtzukommen. Eine Wendung am Ende sorgt für fragende Blicke. Eine Person, von der niemand rechnet, das sie einen Mord begeht, begeht einen.

Das Drehbuch ist einen Hauch besser. Die Dialoge wirken natürlich und nicht gewollt auf cool getrimmt. Im Gegensatz zu den bisherigen Folgen machen wir keinen Abstecher zum Forschungsobjekt. In der Synchronisation wurden einige holprige Dialoge verbessert. Picard spricht zum Beispiel von einem „Anruf“, obwohl er gefunkt hatte. Dies wird in deutsch nicht 1:1 umgesetzt, sondern sinnvoll übersetzt. Jeri Ryan hat ihre Originalstimme aus „Star Trek: Voyager“. Anke Reitzenstein hat keine Probleme nach so vielen Jahren den richtigen Ton zu finden. Seven wirkt von der Betonung wie früher.

Die Regie ist gut, erneut sorgt Jonathan Frakes für ein stimmiges Gesamtbild. Warum aber überinflationär auf Lensflares gesetzt wird und der Zuschauer mehrmals vom Gegenlicht geblendet werden muß, verstehen wohl nur die neuen Macher…

Fazit: Die Episode hat eine sehr destruktive finstere Haltung. Für Fans der 90er Jahre-Serien nicht unbedingt gute Unterhaltung. Wer mit dieser Art zurechtkommt, wird passabel unterhalten. Die Folge hat ein gutes Tempo, aber nur wenig wichtigen Inhalt.

Star Trek: Picard – Season 1, Folge 4 „Unbedingte Offenheit“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 4 „Unbedingte Offenheit“ (Absolute Candor)
Mit: Patrick Stewart, Isa Briones u. a.
Drehbuch: Michael Chabon
Regie: Jonathan Frakes
Dauer: 44:14 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 13. Februar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 14. Februar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Nachdem die dritte Folge wunderbar mit einem „Energie“ abgeschlossen wurde, geht es in Folge vier leider im alten Trott weiter. Obwohl wir fast bei der Hälfte der Staffel angekommen sind. Erneut wird die Handlung geteilt, um Dynamik zu erzeugen. Erneut wird mit einem Rückblick begonnen, um in der Gegenwart Bezug darauf zu nehmen. Warum Picard – in der vierten Folge – immer noch dabei ist seine Crew zusammenzusammeln, ist unklar. Ein wenig mehr Tempo hätten die Drehbuchschreiber ruhig an den Tag legen können. Das das neue Mitglied ein Remulaner ist, ist ohne Zweifel interessant. Das er eine Art Samurai ist, wirkt recht befremdlich. Schade ist auch, das die Dialoge nach wie vor eher schwach sind und an normale Serien erinnern, nicht an eine gute Science-Fiction-Serie. Die Folge bleibt solide und unterhält, mehr aber nicht, wie bisher alle Folgen der 10teiligen Staffel.

Für diese Folge sitzt Jonathan Frakes im Regiestuhl. Er ist allen Fans bestens bekannt als Cmdr. Riker. Sein Regie-Debut feierte er bereits zu „Next Generation-Zeiten“. In anderen Star Trek-Serien kam er ebenfalls zum Einsatz. Im späteren Verlauf wird er in Picard auch eine kleine Gastrolle als Riker absolvieren.

Die deutsche Synchronisation bleibt solide. Bekannte Figuren bekommen ihre gewohnte deutsche Stimme. Die Betonungen sitzen. Ernst Meincke hat als Picard mittlerweile mehr Ausdruck als Patrick Stewart, der im Original mit einer recht schwachen Stimme unterwegs ist.