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Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 10 „Et in Arcadia Ego, Teil 2“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 10 „Et in Arcadia Ego, Teil 2“ (Et in Arcadia Ego, Part 2)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Isa Briones, Santjago Cabera u. a.
Special Guest: Jonathan Frakes, Jeri Ryan, Brent Spiner
Drehbuch: Michael Chabon
Drehbuch-Entwicklung: Michael Chabon & Akiva Goldsman
Regie: Akiva Goldsman
Dauer: 54:22 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 26. März 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 27. März 2020 (Amazon Prime Video)




*** Achtung! Diese Besprechung ist ohne Spoiler nicht möglich! ***


Meinung zur Folge:
Der große Abschluss bietet ein recht geschlossenes Ende. Der Weg dorthin ist aber genauso holprig, wie ein Flug durch ein Wurmloch. Erneut gibt es unwichtige Szenen und auch die Bedrohungen wirken relativ haltlos. Es kommt erneut zu Besprechungen, die deutlich und unnötig das Tempo herabfahren. Was die Crew sich einfallen lässt, ist ebenfalls nicht neu und wurde bereits bei Folge 5 als Lösung präsentiert. Das Data sterben „muss“, aber Picard ohne Probleme in einen neuen Körper transportiert werden kann ist ebenfalls unlogisch und maßlos übertrieben. Das Sven erneut als lesbisch dargestellt wird und Händchen mit Raffi hält, obwohl sie sich in Folge 5 nur ganz kurz begegnet sind, ist gleich doppelt unlogisch. Zunächst ist 7 of 9 mehrfach als Hetro in „Voyager“ dargestellt worden und wie zum Geier wollen die beiden sich näher gekommen sein, wenn sie sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 2 Minuten gesehen haben? Aber so verhält sich vieles innerhalb der Serie. Was bleibt ist das Gefühl, das eine unglaublich billige Star Trek-Serie von relativ einfallslosen Autoren gesehen wurde. Für alle mit Anspruch sicherlich nicht die erste Wahl.

Positiv ist, das es gelingt am Ende ein wenig Gefühle zu wecken, so wie es auch in der ersten Folge der Fall war. Doch die vielen einfachen Dialoge und ein recht schlechter Spannungsbogen lassen enttäusche Zuschauer zurück. Wer es mit der Logik nicht genau nimmt, könnte aber durchaus seine Freude haben, denn die Schauspieler haben eine wunderbare Chemie miteinander. Aber was hilft es, wenn sie einfach keine tollen Momente bekommen…

Die Musik ist erstklassig. Besonders die alternative Variante der Titelmelodie, die zum Ende gespielt wird, ist hervorragend. Die Neuinterpretation von „Blue Skies“, die von Isa Briones fantastisch gesunden wird, ist ebenfalls ein gelungener Einfall. Durch den richtigen Einsatz kommen auch beim letzten Zusammentreffen von Data und Picard die richtigen Gänsehautgefühle auf.

Fazit: Auf großen Strecken belanglos und nicht sehr spannend. Die Darsteller machen die farblose Handlung erträglich. Am früheren Niveau der anderen Serien kann „Picard“ aber definitiv nicht anknüpfen, dafür bietet die 10teilige Geschichte einfach viel zu wenig tolle Momente und verliert sich in viele langweilige Gespräche, leider….

Star Trek: Picard – Staffel 1, Episode 9 „Et in Arcadia Ego, Teil 1“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 9 „Et in Arcadia Ego, Teil 1“ (Et in Arcadia Ego, Part 1)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Special Guest: Jeri Ryan, Brent Spiner
Drehbuch: Michael Chabon & Ayelet Waldman
Drehbuch-Entwicklung: Michael Chabon & Ayelet Waldman & Akiva Goldsman
Regie: Akiva Goldsman
Dauer: 45:00 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 19. März 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 20. März 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Picard und seine Crew erreichen ihr Ziel. Der Planet beherbergt die letzten synthetischen Lebensformen, die nach Datas Vorbild erschaffen wurden. Nach einer herzlichen Begrüßung wird aber schnell klar, das die Überlebenden nicht an eine friedliche Lösung, oder gar an Flucht, denken…

Die Autoren bieten erneut eine Geschichte, die ganz nett anzuschauen ist, aber keinen klaren Spannungsbogen bietet. Vieles ist auch richtig unlogisch, wie z. B. das 7 of 9 sich freut Picard zu sehen, obwohl sie sich im Grunde kaum kennen. Der Gastauftritt von Brent Spiner, könnte eine clevere Wendung im letzten Teil parat halten, aber da die bisherigen Drehbücher eher durch Ideenlosigkeit geprägt sind, ist wohl nicht damit zu rechnen. Ist der vermeintliche Sohn vielleicht doch Lore? Datas bösartiger Zwillingsbruder? Seine Gestik und die Art, wie er mit Picard im Original spricht, lassen diesen Gedankengang durchaus zu. In der Synchronisation werden die Feinheiten leider nicht beachtet und die Figur geradezu liebenswert zum besten gegeben, während im Original ein gefährlicher Unterton wahrzunehmen ist.

Die Darsteller sind gut, aber im Grunde passiert wieder nur eine Handlung, die nach Schema-F abgehandelt wird. Erneut wird Picard nicht ernst genommen. Hoffnung sucht der Zuschauer vergebens. Ein spannendes Ende sorgt aber dafür, das auch die letzte Folge der Staffel eingeschaltet wird.

Fazit: Nett, mehr nicht. Es fehlt ein klarer Spannungsbogen. Die guten Darsteller und die Neugier sorgen dafür, das überhaupt eingeschaltet wird. Momente, die im Gedächtnis bleiben, sucht der Zuschauer vergebens.

Star Trek: Picard – Staffel 1, Episode 8 „Bruchstücke“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 8 „Bruchstücke“ (Broken Pieces)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Special Guest: Jeri Ryan als 7 of 9
Drehbuch: Michael Chabon
Regie: Maja Vrvilo
Dauer: 55:30 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 12. März 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 13. März 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Picard und die Crew erfahren wohin die Reise als nächstes geht und das eines der Besatzungsmitglieder als Spion fungierte. Währenddessen geschehen auf dem Borg-Kubus abscheuliche Taten…

Die Serie erleidet mit dieser Folge erneut eine Art Tiefpunkt. Es gelingt den Autoren nicht ein homogenes, spannendes Werk zu zaubern. Die Protagonisten hängen immer hinter dem Zuschauer hinterher. Während die Zuschauer Erkenntnisse wissen, rätseln die Akteure noch. Das ist alles andere als spannend, sondern recht langweilig. Es hilft auch nicht gleich zu Anfang wieder auf unnötige Splaterszenen zu wechseln, oder Jeri Ryan als Überraschungsgast. Das Picard erneut als Mann dargestellt wird, der grundsätzlich nicht weiß, wohin die Reise geht, ist auch keine gute Entscheidung. Was bleibt, ist ein verwirrter, vielleicht auch verärgerter Zuschauer…

Fazit: Kein Niveau, keine Spannung. Die Neugier, über das kommende Ende der Geschichte, wird allerdings erfolgreich geweckt.

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 7 „Nepenthe“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 7 „Nepenthe“ (Nepenthe)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Special Guest: Jonathan Frakes als Will Riker
Guest Stars: Marina Sirtis als Diana Troi, Jonathan del Arco als Hugh u. a.
Drehbuch: Samantha Humphrey und Michael Chabon
Regie: Doug Aarniokoski
Dauer: 58:30 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 5. März 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 6. März 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
In der 7. Folge sehen wir wohin Picard und Soji gekommen sind. Sie befinden sich auf „Nepenthe“, einen Planeten, der zugleich auch der Namensträger der Episode ist. Auf ihn leben die Rikers und zögern nicht ihren alten Freund Hilfe anzubieten. Sie werden dort mehr als herzlich empfangen, weniger herzlich geht es auf der anderen Seite dem Borgkubus zu, denn die Remulaner wollen Antworten…

Die Geschichte bietet Licht und Schatten. Für Fans der ersten Stunde bietet es schöne Momente, denn das Wiedersehen zwischen Picard und seinem ehemaligen ersten Offizier ist wirklich sehr gut gelungen. Auf der anderen Seite ist das Verhalten der Remulaner nicht sehr logisch. Wozu Leute unsinnig quälen, wenn längst ein anderer die Verfolgung aufgenommen hat, weil es einen versteckten Sender gibt. Überhaupt ist die Liebe zur Gewalt mal wieder vorhanden. Warum? Früher ging es doch auch ohne überflüssige Gewalt und Mord?! Die Handlung ist dadurch nervenaufreibender, aber gute Autoren könnten auch ohne diese Details Spannung erzeugen.

Die Synchronisation erfreut durch die gute Auswahl der Stimmen und eine natürliche Sprache. Die Serie bleibt aber ihrer Eigenart treu, dass sich treue Freunde siezen, wie es – bis auf „Enterprise“ – in allen Star Trek-Serien der Fall ist. Das sich Leute im privaten siezen, die sichtlich befreunden sind, darf stark bezweifelt werden… – Die Bearbeitung macht dies aber schnell wieder gut und zwar mit der richtigen Besetzung: Marina Siritis hat ihre gewohnte Stimme (Eva Kryll) aus den ersten 4. Staffeln und den Kinofilmen. Jonathan Frakes geht es nicht anders, auch er hat seine Stimme (Detlef Bierstedt), die er in den „Next-Generation“-Staffeln hatte.

Im Großen und Ganzen gibt es also schlechte und gute Momente. Wie eine Star Trek-Serie fühlt sich die Serie nach wie vor nicht an, aber eine gute „einmal ansehen“-Unterhaltung ist durchaus vorhanden.

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 6 „Die geheimnisvolle Box“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 6 „Die geheimnisvolle Box“ (The Impossible Box)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Guest-Star: Jonathan del Arco als Hugh
Drehbuch: Nick Zayas
Regie: Maja Vrvilo
Dauer: 54:18 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 27. Februar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 28. Februar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Nach vielen mittelmäßigen Folgen und der Letzten, mit einer Liebe zum Zeigen von Selbstjustiz und einer Splatterszene, überrascht die 6. Episode mit einem guten Tempo, glaubwürdigen Dialogen und einer durchaus spannenden Handlung. Der Autor schafft es alle Figuren einzubinden, ohne das es zwanghaft wirkt. Der Anfang entäuscht, denn der Mord, aus der letzten Folge, der an Bord des Schiffes getätigt wurde, wird nicht groß untersucht und es reicht das Wort der einzigen Person, die zum Ableben beim Opfer war. Zwei kleine, eher überflüssige Szenen mögen auch nicht so recht überzeugen. Der weitere Verlauf tröstet über diesen eher peinlichen Anfang hinweg. Ein Höhepunkt ist ohne Zweifel alles, was auf dem Borg-Kubus geschieht und das Zusammentreffen zwischen Hugh und Picard.

Wer nicht alle Folgen von „The Next Generation“ kennt, der ist gut beraten, die Folge „Ich bin „Hugh““ zu sehen. Sie ist in der 5. Staffel, die es auf DVD und Blu-ray gibt, enthalten und zeigt die erste Begegnung dieser Figur. Die Freude und Verbundenheit, zwischen Hugh und Picard, werden mit diesem Vorwissen deutlich greifbarer.

Neben der gelungenen Handlung überzeugen auch die Effekte und ganz besonders die Musik. Das die Folge etwas länger ist als üblich, ist ebenfalls nicht zu ihrem Schaden.

Fazit: Die bisher beste Folge innerhalb der 10teiligen ersten Staffel.

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 5 „Keine Gnade“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 5 „Keine Gnade“ (Stardust City Rag)
Mit: Patrick Stewart, Michelle Hurd, Santjago Cabera u. a.
Special-Guest: Jeri Ryan als 7 of 9
Drehbuch: Kristen Beyer
Regie: Jonathan Frakes
Dauer: 45:08 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 20. Februar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 21. Februar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Je nachdem, was der Zuschauer erwartet, kommt mit der 5. Episode die wohl bisher schlechteste Folge der Serie daher. Schlecht, aber nur, wenn der Zuschauer echte Star-Trek-Unterhaltung erwartet. Gleich zu Anfang gibt es eine recht detaillierte Folterszene und im späteren Verlauf kommt es auch noch zur Selbstjustiz mit einem erfolgreichen Racheakt. Ist das Star Trek? Mit Sicherheit nicht! Wer mit dieser Richtungsänderung kein Problem hat, wird sich vermutlich gut unterhalten fühlen. Die Geschichte selbst kommt nicht wirklich richtig in Gang. Der Inhalt reicht im Grunde für 20 Minuten, doch das Geschehen wird durch Rückblenden und hin und her Springen zu verschiedenen Szenen gute gefüllt. Ein kleines Schmankerl ist auf jeden Fall der Gastauftritt von Jeri Ryan als 7of9. Jedoch wird ihre Figur so finster und hasserfüllt eingesetzt, das es schwerfällt mit der „neuen“ Seven zurechtzukommen. Eine Wendung am Ende sorgt für fragende Blicke. Eine Person, von der niemand rechnet, das sie einen Mord begeht, begeht einen.

Das Drehbuch ist einen Hauch besser. Die Dialoge wirken natürlich und nicht gewollt auf cool getrimmt. Im Gegensatz zu den bisherigen Folgen machen wir keinen Abstecher zum Forschungsobjekt. In der Synchronisation wurden einige holprige Dialoge verbessert. Picard spricht zum Beispiel von einem „Anruf“, obwohl er gefunkt hatte. Dies wird in deutsch nicht 1:1 umgesetzt, sondern sinnvoll übersetzt. Jeri Ryan hat ihre Originalstimme aus „Star Trek: Voyager“. Anke Reitzenstein hat keine Probleme nach so vielen Jahren den richtigen Ton zu finden. Seven wirkt von der Betonung wie früher.

Die Regie ist gut, erneut sorgt Jonathan Frakes für ein stimmiges Gesamtbild. Warum aber überinflationär auf Lensflares gesetzt wird und der Zuschauer mehrmals vom Gegenlicht geblendet werden muß, verstehen wohl nur die neuen Macher…

Fazit: Die Episode hat eine sehr destruktive finstere Haltung. Für Fans der 90er Jahre-Serien nicht unbedingt gute Unterhaltung. Wer mit dieser Art zurechtkommt, wird passabel unterhalten. Die Folge hat ein gutes Tempo, aber nur wenig wichtigen Inhalt.

Star Trek: Picard – Season 1, Folge 4 „Unbedingte Offenheit“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 4 „Unbedingte Offenheit“ (Absolute Candor)
Mit: Patrick Stewart, Isa Briones u. a.
Drehbuch: Michael Chabon
Regie: Jonathan Frakes
Dauer: 44:14 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 13. Februar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 14. Februar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge:
Nachdem die dritte Folge wunderbar mit einem „Energie“ abgeschlossen wurde, geht es in Folge vier leider im alten Trott weiter. Obwohl wir fast bei der Hälfte der Staffel angekommen sind. Erneut wird die Handlung geteilt, um Dynamik zu erzeugen. Erneut wird mit einem Rückblick begonnen, um in der Gegenwart Bezug darauf zu nehmen. Warum Picard – in der vierten Folge – immer noch dabei ist seine Crew zusammenzusammeln, ist unklar. Ein wenig mehr Tempo hätten die Drehbuchschreiber ruhig an den Tag legen können. Das das neue Mitglied ein Remulaner ist, ist ohne Zweifel interessant. Das er eine Art Samurai ist, wirkt recht befremdlich. Schade ist auch, das die Dialoge nach wie vor eher schwach sind und an normale Serien erinnern, nicht an eine gute Science-Fiction-Serie. Die Folge bleibt solide und unterhält, mehr aber nicht, wie bisher alle Folgen der 10teiligen Staffel.

Für diese Folge sitzt Jonathan Frakes im Regiestuhl. Er ist allen Fans bestens bekannt als Cmdr. Riker. Sein Regie-Debut feierte er bereits zu „Next Generation-Zeiten“. In anderen Star Trek-Serien kam er ebenfalls zum Einsatz. Im späteren Verlauf wird er in Picard auch eine kleine Gastrolle als Riker absolvieren.

Die deutsche Synchronisation bleibt solide. Bekannte Figuren bekommen ihre gewohnte deutsche Stimme. Die Betonungen sitzen. Ernst Meincke hat als Picard mittlerweile mehr Ausdruck als Patrick Stewart, der im Original mit einer recht schwachen Stimme unterwegs ist.

Star Trek: Picard – Staffel 1 – Folge 2 „Karten und Legenden“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 2 „Karten und Legenden“ (Maps and Legends)
Mit: Patrick Stewart, Isa Briones u. a.
Drehbuch: Michael Chabon & Akiva Goldsman
Regie: Hanelle M. Culpepper
Dauer: 43:38 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 30. Januar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 31. Januar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge: Die 2. Folge der 10teiligen 1. Staffel bietet wenig neues. Die Macher versuchen dies gut zu verstecken, indem durch Handlungssprünge künstliche Dynamik erzeugt wird. Gleich zu Anfang werden wir mit einem Rückblick auf die Ereignisse auf dem Mars konfrontiert. Nach der Titelmelodie sind wie wieder bei Picard. Doch diese Taktik wird beibehalten. Wir sind im Wohnzimmer und schwuuups sind wir am Tatort und suchen Spuren, um ein paar Sekunden später wieder im Wohnzimmer zu sein, in einem Gespräch, das vor der Untersuchung am Tatort stattfand. Für Leute mit einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne vielleicht eine gute Struktur, aber für alle anderen etwas verwirrend. Seltsam muten auch alle Frauen-Figuren an. Alle, die wir auf dem Sternenflotten-Campus kennenlernen, sind aggressive und feindselige Frauen. Für beinharte Trekies ist daher schon die 2. Folge ein Disaster.

Für Fans der frühen Trek-Serien stellen sich schnell viele unangenehme Fragen: Wo ist die positive Zukunftsvision von „Star Trek“? Wieso wird Picard nicht mit Respekt behandelt? Wieso reden viele Figuren so, als seien sie aus unserer Gegenwart? Wieso wird geflucht, obwohl in „Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart“ erklärt wurde, das die Menschheit diese Art von Sprache aufgegeben hat?

Genießen ist nur möglich, wenn man_n ausblendet, das die aktuelle Serie, eigentlich ein Teil des großen Ganzen sein möchte. Gelingt dieser „Gedankentrick“, ist es eine genießbare Science Fiction-Serie, die fast einem Krimi gleicht. Die Hauptprotagonisten kommen aber in dieser Folge nicht wirklich weit. Es werden nur Fragen gestellt, egal ob bei Picard und seinen Helfern, oder der Gegenseite. Eine „Geheime, Geheimorganisation“ der Remulaner scheint hinter den Taten der 1. Episode zu stecken, aber weitere Details werden nicht verraten. Die Spurensuche ist recht ruhig, aber doch interessant angelegt. Die Neugier bleibt erhalten, obwohl die 2. Episode deutlich weniger zu bieten hat, als der Auftakt.

Fazit: Kein echtes Star Trek, aber für sich genommen solide Unterhaltung ohne viel Tiefe und einem flotten Schnitt. Die Darsteller passen zu ihren Rollen, aber das Drehbuch bleibt blass und austauschbar.

Star Trek: Picard – Season 1 – Episode 1 „Gedenken“

Star Trek: Picard – Staffel 1, Folge 1 „Gedenken“ (Rememberence)
Mit: Patrick Stewart, Isa Briones und als Gast Brent Spiner u. a.
Drehbuch: Akiva Goldsman & James Duff
Drehbuchentwicklung: A. Goldsmann, M. Chabon, K. Beyer, A. Kurtzman und J. Duff
Regie: Hanelle M. Culpepper
Dauer: 44:28 Min.
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron
Streaming-Start USA: 23. Januar 2020 (CBS All Access)
Streaming-Start D: 24. Januar 2020 (Amazon Prime Video)




Meinung zur Folge: In der ersten Folge begegnen wir einer jungen Frau, deren Geheimnis und Schicksal wohl der Inhalt der 1. Staffel von „Star Trek: Picard“ ist. Doch bevor eine Menge Fragen gelungen aufgebaut und teilweise auch beantwortet werden, spielen die Macher bewusst mit den Gefühlen der Fans. Die erste Szene ist ein Pokerspiel an Bord der NCC 1701-D. Das ist die TV-Enterprise der „Next Generation“ (auch gern „Das nächste Jahrhundert“ genannt, wie „Next Generation“ zur Erstausstrahlung in Deutschland genannt wurde). Data und Picard, ganz wie früher, in einem Gespräch. Schnell wird klar, das es nur ein Traum ist. Stück für Stück werden wir in die neue Handlung geführt. Doch die Macher erfinden das Rat nicht neu. Verschiedene Aspekte aus „Blade Runner“ und anderen SF-Serien sind klar zu erkennen. Der positive Ausblick, den Star Trek früher immer ausgemacht hat, wird vergebens gesucht. Insgesamt ist der Auftakt aber deutlich stimmiger als bei der von vielen nicht gemochten Serie „Star Trek: Discovery“.

Die Produzenten versuchen klar ein Zusammenführen des neuen Star Trek-Universums, mit Elementen des alten, um alte Fans zurückzugewinnen, aber zeitgleich die neuen nicht zu verlieren. Eine Art Fackel-Weiterreichung, mit bekannten Figuren. Ob dies gelingt, bleibt noch unklar, denn die 10 Folgen der ersten Staffel bilden eine große Geschichte, weshalb nach den ersten 40 Minuten natürlich nicht klar ist, ob die Qualität gehalten wird…

Die Darsteller überzeugen. Sir Patrick Stewart klingt aber hörbar schwächer und deutlich älter. Da die Figur Picard aber älter ist, als er selbst, passt dies gut zur Figur. Der Clou ist die deutsche Synchronisation, denn Ernst Meincke ist besetzt worden. Herr Meincke sprach Patrick Stewart zuletzt in TV-Filmen und in den letzten Staffeln der TV-Serie. Er ist offiziell – nach einem gesundheitlichen Problem – in den Ruhestand getreten, um so erfreulicher das Amazon ihn wieder vor das Mikrofon gelockt hat. Dies gilt auch für alle anderen bekannten Stimmen von wiederkehrenden Figuren, wie der Trailer zur Serie bereits verrät.

„Star Trek: Picard“ erscheint jeden Freitag bei „Amazon Prime Video“, um die Serie sehen zu können, ist ein Prime-Abo-nötig, das Zugriff auf eine breite Palette an Filmen und Serien bereitstellt, aber auch eine schnellere Lieferung von Amazon ermöglicht.

Fazit: Ein gar nicht so schlechter Anfang. Allerdings nicht mit dem positiven Touch der 90er Jahre-Serien, sondern ganz klar so düster, wie andere Serien, die heutzutage produziert werden. Interessant und durchaus unterhaltsam ist der Start trotzdem.

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Quelle: Amazon