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Kritik: Star Wars: Die letzten Jedi (Kino)


© 2017 by Lucasfilm Ltd.

Star Wars: Episode 8 „Die letzten Jedi“ (The Last Jedi)
Buch und Regie: Rian Johnson
Mit: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver u. a.
Deutscher Kinostart: 14. Dezember 2017

Kritik
Im Grunde ist es nicht verwunderlich, das bei dem zweiten Film der „neuen Generation“ die Geschmäcker auseinandergehen. Erneut – wie schon bei Episode 7 – bilden sich zwei Lager: Die einen, die einfach etwas mehr Tiefe und Logik, in einer Fortsetzung, möchten, die anderen, die gar nicht bemerken, was ihnen vorgesetzt wird. Letztere sind entweder mit einem Kurzeitgedächtnis gesegnet, oder ihnen fällt die Einfachheit der Handlung gar nicht auf.

Keine Angst, nicht alles an Episode 8 ist schlecht. Es gibt durchaus neue Momente und gelungene Überraschungen. Die Effekte sind ein Fest für die Augen. Die Musik von John Williams ist solide und stimmungsvoll. Es macht auch Spaß die neuen Figuren wiederzusehen, aber es wäre schön gewesen, hätten sie etwas sinnvolles zu erleben. Der Film wirkt so, als würde es 0,0 vorangehen. Damit überhaupt Dynamik aufkommt, wird er in mehrere Handlungsverläufe aufgeteilt. Das Problem daran ist, dass viele überflüssig und einfallslos sind. Überhaupt wird versäumt gute Dialoge und Handlungsverläufe zu schaffen. Alles was in dem gelungenen Cliffhanger von EP7 aufgebaut wurde, wird mit einem albernen Witz in den ersten 10 Minuten des Films zerstört. Um so weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr entsteht der Eindruck, das Rian Johnson JJ Abrams nicht mag. Wieso sollte er sonst ALLES, was interessant und geheimnisvoll war, auflösen? Das grausigste am Streifen ist, das bei Schlüsselszenen diverse Dialoge aus Episode VI einfach 1:1 übernommen wurden. Warum der Film daher als „anders“ und „endlich mal eine neue Herangehensweise“ gelobt wird, erschließt sich mir daher nicht.

Kann er trotzdem Spaß machen? Im Grunde gibt es einen Trick: Episode 7 und 8 einfach als Teil 1 und 2 einer Neuverfilmung sehen. Gar keine Erwartungen haben hilft ebenfalls. Um was geht es in dem Steifen? Na jetzt aber schnell Augen zu, für alle, die noch nicht drin waren….

** SPOILER **

Im Grunde geht – das ist kein Witz – den Rebellen der Sprit aus. Die Verfolger haben noch genug Sprit und tuckern hinterher. Allein das ist superdämlich, denn wieso fliegt die böse, böse Flotte nicht einfach schneller, oder überholt? Luke Skywalker benimmt sich ebenfalls völlig lächerlich. Mark Hamill sieht das ebenso: „Jedi geben nicht auf. Selbst wenn er (Luke) ein Problem hätte, würde er vielleicht 1 Jahr oder ein wenig mehr darüber nachdenken, aber er würde versuchen den Fehler auszubügeln. Genau darüber hatte ich eine Auseinandersetzung (mit der Regie), aber es ist nicht meine Geschichte…“



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Es werden Fragen beantwortet, aber statt der mystischen Stimmung aus dem vorherigen Teil gerecht zu werden, werden plumpe Wege gesucht und gefunden. Die Herkunft von Rey ist – sollte sie Stimmen – einfach nur lächerlich und über den Oberschurken wird nichts verraten. Er wird – wie so viele vor ihm – einfach überlistet. Wie ein Höhepunkt in Episode 9 erreicht werden will, bleibt ein Rätsel. Das Verlangen, noch mal für eine weitere laue Fortsetzung ins Kino zu gehen, stellt sich derzeit nicht ein.

Passengers (Filmkritik)




Darsteller: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne
Länge: 116 Min.
Genre: Science Fiction
Format: Blu-ray, DVD oder Stream

© 2016 by Columbia Pictures – A Sony Company

Kritik:
„Passangers“ entführt uns weit in die Zukunft der Menschheit. Die Raumfahrt über Lichtjahre ist zur Realität geworden. Ein Ingenieur wacht aus einem Tiefschlaf auf und muss feststellen, das er weit früher aufwacht, als ursprünglich geplant…

Der Film ist nichts für Krach-Bumm-Fans, denn bis auf das Finale gibt es keinerlei übertriebene Actioneinlagen. Die Handlung besticht durch eine gelungene Stille, die einige als langweilig empfinden werden, andere als eine willkommene Abwechslung. Es gibt im Grunde nur drei Schauspieler die eine größere Rolle haben. Ob die Geschichte zur puren Enttäuschung ausartet, hängt dicht an der Sympathie der Figuren. Wer keinen Draht zu ihnen bekommt, wird sich langweilen. Alle die sie ins Herz schließen, werden den Film gerade wegen seiner Ruhe zu schätzen wissen. Zugegeben die Romanze, die eingebaut wurde, hätte vielleicht nicht unbedingt sein müssen und steckt voller Klischees, doch der Aufhänger, was ein Mensch macht, wenn er sich verloren glaubt, ist interessant und durchaus solide umgesetzt. Ein paar Logikfehler gibt es natürlich auch, daher werden Erbsenzähler ihren Spaß haben: Warum gibt es eine komplette Besatzung, zum steuern des Schiffes, wenn sowieso alle bis ans Ziel durchschlafen sollen? Nur für die Landung?

Englisch/Deutsch: Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen und bringt die Gefühle der Charaktere gut herüber. Allerdings ist das Original in dramatischen Szenen deutlich überzeugender. Der Studiocharakter konnte in der Synchronisation leider nicht ganz verborgen werden. Chris Pratt und Jennifer Lawrence wirken in ihren Originaldarbietungen noch einen Hauch authentischer und echter. Besonders bei Gefühlsausbrüchen und flotten Sprüchen.

Fazit: Nicht jedermanns Geschmack. Für ruhige Gemüter ein besonderer Spaß, für Actionfreunde eher langweilig. Action gibt es nur im Finale.

Rogue One – A Star Wars Story (Kino)


© 2016 & TM Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.

Kinostart: 15.12.2016
Darsteller: Felicity Jones, Diego Luna, Ben Mendelsohn, Donnie Yen, Jiang Wen, Forest Whitaker, Mads Mikkelsen Alan Tudyk, Riz Ahmed
Regie: Gareth Edwards
FSK: ab 12 Jahren

Kritik:
Wer einen spaßigen Film für die ganze Familie erwartet, sollte besser kein Kinoticket kaufen. „Rogue One“, der erste SpinnOff-Film aus dem „Star Wars“-Universum ist düster. Wie zu erwarten zeigt er die Verzweiflung der Rebellen. Was kann gegen das übermächtige Imperium unternommen werden? Gibt es überhaupt eine Chance? Ist die neue große Waffe das Ende des gesamten Widerstandes und der Freiheit? Diesen Fragen müssen sich die Helden dieser Geschichte. Ist der Entschluss gefasst, geht es auf eine sehr gefährliche, ja, vielleicht sogar völlig unmögliche Mission, die das Schicksal der Galaxis ändern wird.

Obwohl die Helden eingeführt werden müssen, gibt es keine Längen. Rasant und dramatisch werden uns die Figuren präsentiert. Die Titelheldin ist Felicity Jones macht eine sehr gute Figur und überzeugt von Anfang bis Ende. Ihre Kollegen stehen ihr aber in nichts nach und sorgen auch für eine glaubhafte Interpretation ihrer Figuren. Es wird deutlich, das sich vielleicht nicht jeder mag, aber die Bedrohung und das Ziel nicht nur zusammenhält, sondern auch Freundschaften ermöglicht. Aber keine Angst, der Film bietet keine mit dem Holzhammer eingefügte Moral. Alles wird genau in der richtigen Dosis verabreicht. Einfach hinsetzen und den Film wirken lassen, aber nicht verschlafen, denn er ist deutlich temporeicher und bietet selten Zeit zum verschnaufen. Es gibt ein paar wenige humorvolle Momente, aber die Geschichte wird Stück für Stück düsterer. Wer die Anfangszeilen von „Episode IV“ kennt, der wird vermutlich schon das Schicksal der tapferen Helden erahnen. Im Gegensatz zu Episode III und IV überzeugt der Übergang! Nach „Rogue One“ entsteht sofort die Lust den 4. Teil der Saga anzusehen, da die Handlung beinahe nahtlos übergeht!

Was wäre ein Star-Wars-Film ohne Effekte? Undenkbar?! Der Stil bleibt klassisch. Reine Computereffekte werden nicht inflationär eingesetzt, sondern durchaus um eine Geschichte zu erzählen. Es gelingt ein natürliches Aussehen zu bewahren. Den „Computerspiele-Look“ von Episode I bis III wird der Zuseher vergeblich suchen. „Rogue One“ bietet den Stil, der schon in „Das Erwachen der Macht“ geboten wurde. Die Sets und Effekte wirken natürlich, lediglich zwei kleine Ausnahmen sind auffällig. Zwei bekannte Figuren werden vom Computer generiert präsentiert, da sie sonst nicht das richtige Alter hätte bzw. nicht auftreten hätten können. Diese kleinen Szenen sind gelungen, aber fallen doch ein wenig auf, da die Figuren sehr gut nachgemacht wurden, aber die Bewegung dennoch nicht natürlich wirken. Beeindruckend sind diese beiden Momente aber dennoch. Ob der Film wirklich für jeden 12jährigen geeignet ist, darf allerdings gern zur Diskussion gestallt werden, vor allem weil andere Kriegsfilme grundsätzlich ab 16 freigegeben werden…

Die Musik stammt erstmals nicht von John Williams. Die Macher holten Michael Giacchino, der einen passenden Musikstil für diesen Film zaubert. Es gibt keine langen Melodien, aber das liegt auch am Film, der durch kurze Szenen und schnelle Ortswechsel dominiert wird. Er verbreitet trotzdem ein Star Wars-Gefühl, dafür sorgen die richtigen Instrumente, doch davon in der Rezension zum Soundtrack, die am Ende der Woche nachgelesen werden kann!

Fazit: Düster, traurig und mit einer gelungenen Prise Emotionen. Ein nahtloser Übergang, der die Geschichte eines hoffnungslosen Kampfes erzählt, der den Weg zur neuen Hoffnung ermöglicht und die Helden einen wichtigen Beitrag leisten.



Zoomania (Zootopia) (Blu-ray)



** Erhältlich bei Amazon.de und anderen Händlern! **

Mit: Josefine Preuß (Judy Hopps, Hase), Florian Halm (Nick Wilde, Fuchs), Rüdiger Hoffmann (Flash, Faultier) u. a.
Format: 1 BD | Länge: 104 Minuten | FSK: ab 0 Jahren
Bildformat: 2:40;1 (16:9)
Ton: Englisch (Dolby 5.1) und Deutsch (Dolby 7.1)
Herausgabe: 14. Juli 2016

TM + © 2016 by Disney

Kommentar – Detlef Kurtz

„Zootopia“, der im deutschsprachigen Raum als „Zoomania“ vermarktet wird, erzählt die Geschichte einer kleinen Hasen-Frau, die sich schon als ganz kleines Häschen wünscht, ein Polizist zu werden. Judy Hops gibt aber nicht auf und glaubt fest an sich. Was wohl auch die Botschaft dieses Films ist, aber er ist keineswegs so harmlos, wie der Aufhänger klingt. Die im Trailer gezeigten Gags sind die gesamten des ganzen Films, die über die erste Hälfte verteilt werden. Der Film wird Stück für Stück spannender und sogar richtig düster und unheimlich. Wie er eine FSK „ab 0 Jahren“ bekommen konnte, ist mir ein Rätsel. Die wilden Tiere und die dunklen Szenen können sogar Erwachsene erschrecken. Die ganz kleinen sollten den Film besser auf keinen Fall allein, oder zu den Abendstunden sehen! Das Tempo baut sich langsam auf und Längen gibt es nicht. Neben dem Thema „Jeder kann sich ändern“ und „Jeder kann seine Ziele erreichen“, überrascht der Streifen mit Themen wie: Korruption, Erpressung und gefährliche Bestien bei Nacht. Alles Rund Themen, die im Grund wirklich nicht in einem Film „ab 0“ zu erwarten wäre …

Bild: Es ist ein neuer Film und daher gibt es auch keinerlei Mankos. Das Bild ist auf Blu-ray wirklich messerscharf. Die Farben sind knallig, aber nie zu aufdringlich. Schnelle Szenen überzeugen ebenso wie langsame.

Ton: Der Ton gibt schon eher Grund zur Kritik. Die deutsche Synchronspur wirkt nicht sehr harmonisch, zumindest wenn es mit der Originalspur verglichen wird. Die Sterilität des Studios klingt leider manchmal etwas durch. War der Zeitdruck zu groß? Die Stimmenauswahl ist auf Englisch und Deutsch aber dennoch hervorragend. Umgebungsgeräusche bekommen dank Explosionen und rasanten Zugfahren Raum zur Entfaltung. Sprache, Effekte und Musik stehen nie in Konkurrenz miteinander, zumindest nicht, wenn sie über einer Dolby-Anlage genossen werden. Eine 2.0-Spur für den normalen TV-Genuss, wie früher, gibt es nicht.

Besonderheit? Disney hat jeder Sprachspur auch das Bild zum jeweiligen Land spendiert. Wählt man deutsch, ist alles auf Deutsch, nicht etwa als Einblendung, nein richtig im Film integriert. Das gab es vor langer Zeit schon einmal und ist offenbar wieder in Mode. Ein Novum ist aber, das auch der Abspann entsprechend angepasst wird. Wer Deutsch wählt, bekommt die deutschen Stimmen genannt und nicht die Originalsprecher. Sehr löblich und zollt den Künstlern, des jeweiligen Landes, den nötigen Respekt für ihre Arbeit.

Bonus: Der enttäuscht ein bisschen. Es kommen weder die Musiker noch die Schauspieler zum Zuge. Bis die Originalsprecherin von Judy Hops, die durch das Interview-Bonus-Material führen darf, werden sie leider nur ganz kurz angerissen. Der Fokus liegt auf die schwierige Arbeit der Zeichner. Delete Scene und „Diese Figuren sind aus dem Film geschmissen wurden“ (zurecht!) gibt es auch. Das Bonusmaterial besteht aus kurzen Videos, die einzeln, oder nacheinander angesehen werden können.

Fazit: Ein Spaß, der für ganz kleine nicht wirklich geeignet ist. Ältere werden die Animation und spannende Geschichte zu schätzen wissen. Der Film ist allerdings nicht so lustig, wie der Trailer glauben machen wollte. Es wird im Grunde eine spannende Krimihandlung präsentiert.

Der Werbetrailer:



Star Wars: Das Erwachen der Macht (Filmkritik)


© 2015 & TM Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.

Mit: Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Daisy Ridley, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o u.v.m.

Regie: J.J. Abrams
Musik: John Williams
Länge: ca. 136 Min.

Kritik:
Rey, eine junge und mutige Bewohnerin eines heruntergekommenen Wüstenplaneten, kämpft jeden Tag aufs Neue ums Überleben. Ein Zufall will es, dass sie auf ein Droiden, den kleinen aufgeweckten BB-8 stößt, der eine wichtige Nachricht nach Hause rollen muss. Sie ahnt nicht, dass genau dieses Zusammentreffen ihr Leben für immer verändern wird…

Nach einer langen Durststrecke ist sie endlich da „Episode VII“ der Star Wars-Reihe. Während Kritiker den neuen „Star Wars“-Film mit Lob überhäufen, sieht das beim Kinozuschauer doch deutlich unterschiedlicher aus. Die einen setzen ihre Fanbrille auf und finden ihn genial, die anderen bemerken, dass sie im Grunde nur eine Kopie von „Episode IV“ bekommen. Die Schauspieler und vor allem die Effekte, die endlich wieder natürlich wirken, sind gut, keine Frage, aber die Handlung ist in leicht abgewandelter Form die, die wir schon kennen. Die tapfere Titelheldin übernimmt quasi die gleiche Rolle, wie einst Luke. Sie kennt ihre Herkunft nicht und wird unfreiwillig auf eine Reise geschickt. Alles zu erklären, würde aber wohl die Handlung verraten. Schöne Momente hat der aktuelle Streifen aber dennoch. Ein paar flotte Sprüche und ein gut aufgelegter Harrison Ford, der als Han Solo in Erscheinung tritt, als hätte er seine Rolle zuletzt vorgestern gespielt. Die neue Generation überzeugt ebenfalls, zumindest was die Hauptrollen angeht. Die Gegenspieler wirken erstaunlich blass und leider auch sehr austauschbar. Schnelle Schnitte sorgen hier und dort für leichte Irritationen. Die Macher versäumen es Zeit für echte Dramaturgie und Gefühle zu bieten, genau das, machte Star Wars bisher aus. Selbst die von vielen verhasste Prequel-Trilogie bot schaurige und gelungene Momente. In Episode VII bleiben Emotionen weit zurück. Selbst bei einem dramatischen Tod wird nach einem kurzen Minischock einfach munter weitergemacht. Es fehlt einfach ein großes Stück Seele. Die Musik passt sich dem leider auch an. Im direkten Vergleich liefert John Williams zwar einen sehr gefühlvollen Soundtrack ab, aber bei weitem kein Meisterwerk. Eingängige neue Themen gibt es nicht. Wuchtig und passend sind die Einsätze aber zu jeder Zeit.

Was besonders stört, ist, das nicht nachvollzogen werden kann, warum sich nach 30 Jahren im Universum nichts geändert hat. Ganz im Gegenteil: Die Rebellion ist immer noch klein…das Imperium immer noch da (aber mit einem anderen Namen und anderer Führung). Der große Gegenspieler hat bereits wieder die Oberhand. Es wird dem Sieg vor 30 Jahren keinerlei Bedeutung beigemessen. Statt auf EP VI aufzubauen und eine Bedrohung erst zu erzeugen, werden die Zuschauer in die Handlung hineingeworfen. Viele Fragen werden aufgeworfen und ein zugegebener gut gemachter Cliffhanger macht neugierig auf den nächsten Film.

Eine Antwort, ob die neue Trilogie einfach nur eine Neuerzählung der alten Trilogie wird, kann ohnehin erst beantwortet werden, wenn die anderen Teile vorliegen. Episode 8 wird im Januar gedreht und 2017 in den Kinos laufen.

Fazit: Ein Remake als Fortsetzung. Für alle, die genau hinschauen, eine Enttäuschung. Für Fans die es nicht genau nehmen und einfach nur einen guten Star Wars-Film sehen wollen, durchaus unterhaltsam, aber viel neues, sollte nicht erwartet werden.

Der deutsche Kinotrailer:



Non-Stop (Filmkritik)


Erhältlich bei Amazon.de als Blu-ray, DVD und Stream

Mit: Liam Neeson, Julianne Moore u. a.
Regie: Jaume Collet-Serra
Länge: ca. 106 Min.
FSK: ab 12 Jahren

Inhalt (vom Hersteller):
Bill Marks, langgedienter U.S. Federal Air Marshal, ist seinen Job über den Wolken leid. Doch der heutige Transatlantikflug wird für den Sicherheitsbeamten alles andere als routiniert: Kurz nach dem Start erreichen Marks Textnachrichten von einem Fremden. Solange nicht 150 Mio $ auf ein geheimes Konto geflossen sind, droht der unbekannte Absender alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Als sich herausstellt, dass das Konto auf Marks‘ Namen läuft und an Bord eine Bombe auftaucht, gerät die Situation außer Kontrolle. Plötzlich steht Marks selbst unter Verdacht das Flugzeug zu entführen. Ihm bleiben nur wenige Stunden, um die Katastrophe abzuwenden und das Leben der 200 Passagiere zu retten.

Kritik:
Der Aufhänger der Geschichte macht neugierig, besonders im Zusammenspiel des Kinotrailers. Wer Fan von Liam Neeson und seinen Thrillern ist, wird ganz gewiss nicht von dessen Leistung enttäuscht. Wer aber auch ein wenig Logik erwartet, muss einige Rückschläge hinnehmen. Der Film wird im Laufe der Handlung immer unlogischer. Es sind immer die kleinen feinen Details, die einen Thriller ausmachen. Natürlich gibt es auch die Fraktion: „Einfach nicht denken, nur schauen und genießen“, doch wer nicht dazu gehört, wird Probleme bekommen!

** SPOILER **
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Der Ermittler sagt immer klar und ruhig, welche Situation herrscht. Ernst genommen wird er aber nicht. Die Homeland-Security ruft immer an und denkt aufgrund eines Videos, das von einem Passagier gemacht wurde, er sei der Entführer/Täter. Hier kommt schon der erste Quatsch: Das ein hochauflösendes Video mal eben innerhalb von 10-20 Minuten im Netz hochgeladen wurde, geht nicht. Nicht in einem Flugzeug und schon gar nicht in der Zeit mit einem Handy. Dies ist aber nur der erste Blödsinn und nur ein kleiner Vorgeschmack.

Der Pilot wird im Cockpit erschossen. Im späteren Verlauf wird gezeigt, das von der Toilette aus, ein Loch gebohrt wurde, das diese Tat ermöglichen sollte. Nur wie konnte dieses Loch geräuschlos entstehen, ohne das Pilot und Co-Pilot dies hören? Keiner von ihnen hatte das Cockpit verlassen, nur der Pilot für ein kurzes Gespräch.

Es kommt zu einer klaren Notsituation, wo eine bestimmte Flughöhe angeflogen werden muß. Der Co-Pilot sagt den Kampfjets nur, dass er die Höhe ändern will, aber nicht, das er dies unverzichtbar unternehmen muß, da die Maschine sonst durch eine Bombe zerfetzt wird. Er begnügt sich zunächst mit einer Absage, ohne weiter zu diskutieren. Erst später, setzt er sich – ohne erneut zu Fragen – über den Befehl hinweg und leitet einen Sturzflug ein, um die Flughöhe zu erreichen. In Anbetracht das eine BOMBE an Bord, wirkt auch diese Aktion völlig an den Haaren herbeigezogen.

Der Held rettet natürlich trotzdem das Flugzeug….es kommt zu einer Bruchlandung, die im wirklichen Leben niemand überleben würde. Statt, dass das Flugpersonal hilft, wird als erstes von Bord gesprungen und sich umarmt. Warum sollte man auch den Rest der Passagiere beistehen?!
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** SPOILER ENDE **

Wer die Schnitzer verdaut, kann aber trotzdem die spannende Atmosphäre genießen. Der Spannungsbogen ist hervorragend. Die Wendungen sind gebenfalls nie zu früh und sorgen für einen netten Adrenalinschub. Langweilig ist der Streifen daher nie. Die Darsteller trösten gekonnt über die fehlende Detailliebe im Script hinweg. Liam Neeson spielt erneut gekonnt den Profi, wobei die Filme mit ihm sich schon sehr gleichen, weshalb es eigentlich intelligenter wäre mit ihm eine Kino-Serie zu gründen, statt immer wieder neue Figuren zu erschaffen, die im Grunde genau dem gleichen Typ entsprechen. Wer also „Taken“ (Bei uns heißt die Reihe „96 Hours“) kennt, oder „Unkown“ (dt.: Indentety Unkown), der wird auch diesen Film unterhaltsam finden.

Der deutsche Trailer:



Auftrag Rache (Filmkritik)

auftragRache

Mit: Mel Gibson u. a.
Regie: Martin Campbell
FSK: ab 16 Jahren
Länge: ca. 110 Min.
Verfügbar: als DVD und Blu-ray und VoD
© 2010, GK Films, LLC. (Vertrieb in Deutschland durch Universal Pictures)

Er hätte so gut sein können. Die Handlung: Ein Polizist führt Ermittlungen in eigener Sache durch. Ein Familienmitglied wird vor seinen Augen erschossen. Zunächst glauben alle Ermittler, das der Polizist selbst eigentlich das Opfer sein sollte, doch Stück für Stück wird klar, das was ganz anderes dahintersteckt!

Der Film ist mit guten Schauspielern ausgestattet. Mel Gibson überzeugt als Polizist, aber das seichte und recht plumpe Drehbuch macht aus seinem Comeback eine kleine Katastrophe. Wer viele Krimis und Thriller kennt, wird der Handlung immer einen Schritt voraus sein. Lediglich der Abschluss bietet eine Überraschung. Ein echtes Happy-End gibt es nicht, was in Filmen wirklich selten ist.

Fazit: Für einen kurzweiligen Abend gut, aber mehr als ein Mal ansehen wird ihn vermutlich niemand!